Ein Mas im Luberon mieten
Das Wort meint einen Bauernhof, keinen Stil. Was es wirklich bezeichnet, worin sich ein Mas von einer Bastide unterscheidet und welche drei Fragen sich vor der Buchung lohnen.

Ein Mas ist ein Bauernhof. Das Wort kommt vom lateinischen mansus, der Wohnstatt, und bezeichnet in der Provence ein Wirtschaftsgebäude: ein Steinhaus mit dicken Mauern, gebaut, um eine Familie, ihr Vieh und ihre Ernte unter einem Dach unterzubringen. Nichts an dem Wort heißt Luxus oder Swimmingpool — zwei Jahrhunderte Gebrauch haben es mit diesen Versprechen aufgeladen. Die erste nützliche Unterscheidung ist daher diese: Ein Mas ist eine Bauform, keine Komfortklasse.
Mas oder Bastide. Der Unterschied ist zu sehen. Das Mas ist niedrig und lang gestreckt, nach Süden offen und nach Norden fast blind; es wuchs über Generationen durch Anbauten, und seine Räume gehen ineinander über, statt von einem Flur abzugehen. Die Bastide ist höher, oft symmetrisch, in einem Zug für einen Eigentümer gebaut, der das Land nicht selbst bestellte: geordnete Fassade, ausgerichtete Fenster, mitunter ein Giebelfeld und eine Freitreppe. Beide Wörter werden manchmal füreinander gebraucht; die Eigentümer verwechseln sie nicht, und auf den Fotografien ist der Unterschied zu lesen.
Was die Mauern leisten. Sechzig bis achtzig Zentimeter Stein erwärmen sich nicht schnell und kühlen auch nicht schnell aus. Im Juli hält sich ein Mas, dessen Läden tagsüber geschlossen und nachts geöffnet bleiben, ohne jede Klimaanlage mehrere Grad unter der Außentemperatur: Das ist das Prinzip, und deshalb sind die Öffnungen nach Norden selten und klein. Im April oder Oktober wirkt dieselbe Trägheit andersherum — das Haus braucht ein bis zwei Tage, um warm zu werden, und der Kamin steht nicht zur Zierde da.
Drei Fragen, die sich lohnen. Zuerst die Zufahrt: Viele Mas liegen am Ende eines Feldwegs, und fünf Minuten vom Dorf können fünf Minuten Schotter bedeuten. Dann das Wasser: In einer Gegend, in der im Sommer häufig Trockenheitsverfügungen gelten, fragen Sie, ob der Pool bei der Ankunft gefüllt ist und was bei Einschränkungen geschieht. Schließlich die Landwirtschaft: Ein Mas ist oft von bewirtschafteten Parzellen umgeben, und die Weinlese, die Kirschernte oder eine Maschine um sechs Uhr früh gehören zum Ort, statt ihn zu stören.
Wo suchen. Der Nordhang — Gordes, Roussillon, Murs — gibt die Aussichten und den grauen Stein, und dort ist der Sommerandrang am größten. Der Südhang — Ménerbes, Bonnieux, Lourmarin — ist ganzjährig stärker bewohnt, die Dörfer leben außerhalb der Saison, und die Straßen sind freier. Weiter östlich, um Apt und Saignon, werden die Wege länger: der gute Kompromiss für alle, die zwanzig Minuten mehr fahren.
Wann buchen. Die Häuser des Massivs werden meist wochenweise vermietet, von Samstag zu Samstag, und Juli und August sind zwischen Januar und März vergeben. Mai, Juni und September findet man im Frühjahr noch, und in diesen Monaten ist das Land am schönsten: Kirschblüte im April, Lavendel von Ende Juni bis Mitte Juli, Weinlese im September. Außerhalb der Saison nehmen viele Eigentümer kürzere Aufenthalte an, und man fragt sie einfach.
Unsere Adressen im Luberon mieten Sie direkt beim Eigentümer. Der angezeigte Preis ist der, den Sie zahlen, und die obigen Fragen stellen Sie der Person, die das Haus kennt — nicht einem Kundendienst.